Fotoblog von Norbert Hayduk

Auf der Reise

Zug
Reisen sind manchmal aufregend und oft im Zug. Die Reiseziele sind oft in der Nähe und manchmal ungewiss. Der Reisezweck beinhaltet immer eine gewisse Unschärfe, wogegen eine klare Definition. Der Bildungszweck der Fernreisen war schon immer ein Streitpunkt der Gebrüder Humboldt, wenigstens das ist unumstritten. Wer schon mal einen Fahrkartenautomaten versucht hat zu bedienen, wird den Bildungsansatz nur schwer weg argumentieren können. Vorausgesetzt der Fahrkartenautomat funktioniert. Landet man in einem entlegenen, um das Wort „provinziellen“ nicht benutzen zu müssen, könnte ja diskriminierend wirken, auch wenn es womöglich nicht so beabsichtigt worden wäre, Bahnhof, einsam auf dem Bahnsteig stehend, die runden Staubflocken durch den Wind hin- und herschiebend beobachtend, funktionieren diese Automaten oft nicht. Oder sie akzeptieren gerade keine Kreditkarten. Kleingeld? Fehlanzeige. Reisen im Zug sind manchmal aufregend. Nach dem man eingestiegen ist, mit einer Mischung aus Scham, denn der betrunkene Schaffner wird einem doch wieder unterstellen, man wäre zu blöd, um einen Fahrkartenautomaten zu bedienen, und Wut, denn genau das wird passieren, macht man sich sofort auf die Suche nach dem Erwähnten.

Inspiration im Schatten #2

Korperwelten2

Tags: Dunkelheit, Körperwelten, Künstler bei der Arbeit.

Technik: D700, Nikkor 60mm, f 2.8, aus der Hand geschossen.

Trivialität: Ein ruhiger Blick, ein Konzept. Richtig und falsch existiert nicht mehr, nur noch alleinig. Objekt und Abbildung. Kreation und Kreativität. Ich und die Anderen. Ich und das Objekt. Ich und was ich kann. Ich und meine Werkzeuge. Ich und die Zeit. Ich und...

Inspiration im Schatten #1

Korperwelten1
Tags: Dunkelheit, Künstler bei der Arbeit, Körperwelten, Malerei.

Technik: D300, Nikkor 17-55 f2.8 (23/3.2), ISO 4000, aus der Hand geschossen.

Trivialität: Ein Wettbewerb beginnt. Die ersten Schranken sind passiert und der Platz ausgesucht. Das Rennen mit der Zeit beginnt. Die Aussenwelt verschwimmt und verschwindet schließlich ganz. Das Adrenalin verengt das Sichtfeld und man ist nur noch mit sich selbst und dem Bild beschäftigt. Die Unsicherheit weicht der Zielstrebigkeit und das „Wie?“ dem „Wie?“ aus.

Regenswinging

Regenswinging_1

Tags: Regen, Treppe, Natur, Zeit.

Technik: D300, Tamron 17-55mm f2.8 (55,3.5), ISO 200, aus der Hand geschossen.

Trivialität: Gegen die Natur können wir wenig machen, vielmehr für sie. Wer sind diese Menschen und warum warten sie dort? Nur, weil es regnet, oder haben sie auch andere Gründe dafür? Die Treppe, die ein fester Bestandteil jeder Revue ist und in Ihrer Eigenschaft dort das Finale verrät, wird es in diesem Fall nicht tun. Ein Eilen und ein Verweilen gleichermaßen malt ein Bild, dessen Bedeutung offen und flüchtig ist und zugleich eine jedem bekannte entschleunigung im Zeitplan herbeiführt.

Die Riesen vom Berge

Riesenvomberge
Tags: Theater, Restlicht, Stimmung.

Technik: D200, Nikkor 50 mm, ISO 400, aus der Hand geschossen.

Trivialität: Menschen kommen! Ich kriege immer noch Gänsehaut, wenn ich an die Zeit denke. Da Susanne auf der Bühne stand, bekam ich die Gelegenheit, die Generalproben zu sehen und die Erlaubnis dabei zu fotografieren. Aber auch tiefe Einblicke hinter die Kulissen. Ich denke immer daran, dass auf diesem Bild die letzte Produktion einer traditionsreichen Theaterstätte, vor der Schliessung festgehalten ist. Der Regisseur Andrej Woron hat tolle Arbeit geleistet.

Transaktion: Alu-Dibond, Format 30x60 cm, Seriennummer 1, 130 Euro, das Bild hat kleine Macken (runtergefallen).

Spiegelwahrheit

Spiegelwahrheit

Tags: Spiegel, Spiegelung, Licht, Lichtstimmung.

Technik: D700, Nikkor 60 mm, ISO 6400, aus der Hand geschossen.

Trivialität: Was sich im Spiegel spiegelt und nicht spiegelt, war der Gegenstand von Mythen und Romanen. Das Foto entstand in einem überfüllten Raum voller Menschen und trotzdem ist keiner dieser darauf zu sehen. Aber vielleicht war ich auch alleine dort und die anderen Menschen bildete ich mir ein?